Wohn:Sinn!

https://www.youtube.com/watch?v=CY0BARSPoo4

Liebe Inklusoren und Inklusorinnen,

heute einmal mit der Bitte um Unterstützung, aber seht selbst.

Rund 60% aller Menschen mit einer geistigen Behinderung, wie z.B. Trisomie 21, leben noch bei ihren Eltern. Oft fehlt es an geeigneten Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten, mit denen sich ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft realisieren lässt. Einziger Ausweg zur Unterbringung in Heimen und Behinderten-Einrichtungen sind neuerdings integrative Wohngemeinschaften, in denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam zusammen leben und sich gegenseitig bei ihrem Alltag unterstützen.

Diese innovative Art des Zusammenlebens steht im Mittelpunkt der Webseite www.wohnsinn.org die im Juli 2016 mit dem Ziel gestartet ist, diese neue Wohnform bekannter zu machen. Die Online-Plattform gliedert sich in drei Teile: Erstens der Wohnbörse, mit der man nach bereits bestehenden WGs suchen kann, die noch Mitbewohner aufnehmen oder sich selbst nach Mitstreitern für eine eigene WG-Gründung umsehen. Ziel, eine bessere Vernetzung. Zweitens das Herzstück, den Blog Bereich, in dem unterschiedliche WGs aus ganz Deutschland über ihr WG Leben schreiben. Drittens den Bereich in dem sich verschiedene professionelle Träger mit ihren Konzepte für WGs und Wohnprojekte vorstellen.

Ins Leben gerufen hat das Portal Tobias Polsfuß, der selbst seit rund vier Jahren mit acht Mitbewohnern in einer inklusiven Münchner WG wohnt. „Es gibt nur 30 bis 40 inklusive Wohngemeinschaften bundesweit, die Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung aufnehmen. Das ist viel zu wenig. Mit der Seite Wohn.Sinn.org wollen wir den Austausch zwischen den Wohngruppen sowie ihren Trägern fördern und Anhaltspunkte für Initiativen geben, die ihre erste WG gründen wollen“, erzählt Tobias. Um das Portal weiterhin mit Leben und Geschichten zu füllen, besucht Tobias regelmäßig andere WGs und leitet dort Blogging- und Schreib Work-Shops für Menschen mit und ohne Behinderung. „Ich suchte 2013 ein Zimmer in München. Durch Zufall stieß ich auf den Verein „Gemeinsam leben lernen e. V.“, der bereits 1989 die erste inklusive WG der Stadt und deutschlandweit ins Leben gerufen hatte. Mehr Menschen müssen erfahren, wie großartig es ist, in einer inklusiven WG zu wohnen.“ Polsfuß ist seit einiger Zeit dabei, aus dem ehrenamtlichen Projekt ein soziales Start-up zu gründen. Also, schaut das Video und helft.

Und wie immer: Wenn euch der eine oder andere Film/Blog gefällt, abonniert doch meinen YouTube Channel oder drückt mir bei Facebook https://www.facebook.com/InklusionsTV/ einen Daumen nach oben.
©Goldi

Mehr Infos unter: http://wohnsinn.org/