Queer in der Ukraine!

Liebe Inklusoren*Innen,
Queere Personen sind in Krisengebieten grundsätzlich besonders bedroht. Laut dem UN-Flüchtlingskommissariat sind sie während der Flucht einem erhöhten Risiko von Ausgrenzung, Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch ausgesetzt. Sie haben schlechteren Zugang zu humanitärer Hilfe, sicheren Unterkünften und angemessener Gesundheitsversorgung.
Im Krieg in der Ukraine sind queere Menschen zudem einer besonderen Bedrohung ausgesetzt: Zu der Angst vor den Bomben kommt die Sorge, wegen ihrer sexuellen Orientierung zur Zielscheibe zu werden. So sagten 2019 nur 14 % der Ukrainer:innen, dass Homosexualität von der Gesellschaft akzeptiert werden sollte. Auf der anderen Seite zeigte sich die Ukraine fortschrittlich: Im Land gibt es ein Antidiskriminierungsgesetz, das auch für LGBTQ+-Personen gilt und es wurden in den letzten Jahren regelmäßig Pride-Veranstaltungen abgehalten. Im dem Land mit der die Ukraine im Krieg liegt, also Russland, ist es noch schlimmer. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2020 denken knapp 20 Prozent der Russen und Russinnen, queere Menschen sollten „eliminiert“ werden. Tatsächlich kommt es in Russland immer wieder zu Gewalttaten und Morden an queeren Menschen. Vor Beginn des Kriegs warnten US-Geheimdienste, dass Russland eine „Todesliste“ von Ukrainer:innen erstellt habe, die angegriffen oder festgenommen werden sollen. Die Liste soll sich unter anderem gegen Mitglieder der ukrainischen LGBTQ+-Community richten. Russland hat diese Information nicht bestätigt.
Zur Info: Geflüchtete Menschen aus der #Ukraine dürfen nach aktuellem Stand bis zu drei Jahren in Deutschland bleiben, ohne Asyl beantragen zu müssen.
 
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©Goldi
 
P.S.: Vielen, lieben Dank auch an https://www.youtube.com/@reporter-offiziell für den Film.