Bürokratie, Inklusion, Personalmangel – es brennt an den Schulen im Land. Problemschüler anscheinend überall!

Liebe Inklusoren*Innen,

sie streiten, tyrannisieren, haben Wutausbrüche: Ein schwieriges Sozialverhalten der Kinder und Jugendlichen ist aus Sicht von immer mehr Schulleitern das größte Problem an den Schulen im Land. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) unter Schulleitern. Kinder hätten Regeln schon immer ausgetestet, aber das Maß, was noch gehe und wann es beleidigend, ehrverletzend und gefährlich werde, verschiebe sich immer weiter, betonte VBE-Landeschef Gerhard Brand in Stuttgart. Immer häufiger sei es wegen Störern nicht möglich, normalen Unterricht zu halten – auf Kosten aller anderen. „Es ist schwierig geworden, eine Klasse zu führen“, sagte Brand. „Die Mittel, die man früher hatte, reichen kaum noch aus.“ Für das Kerngeschäft bliebe immer weniger Zeit übrig. Gleichzeitig fühlten sich die Lehrer von Schulaufsicht und Jugendämtern alleingelassen, so Brand. Der VBE hat bundesweit kürzlich 1.311 Schulleiterinnen und Schulleiter befragt. Die Umfrage sei repräsentativ, so der VBE. 19 Prozent der Befragten im Land bezeichneten demnach das Sozialverhalten der Schüler als größtes Problem an der Schule. Im Vorjahr waren es noch 12 Prozent. In die Liste der größten Probleme an den Schulen, wird der Umfrage zufolge, aber auch der Lehrermangel genannt, der Bereich Inklusion und Integration, die Arbeitsbelastung, der Zustand der Gebäude und Räume, die Ausstattung sowie die Bürokratie. Dabei wird Schule immer mehr als Institution angesehen, die alles jederzeit regeln solle, so VBE-Landeschef Brand. „Aber Schule kann eben nicht alles leisten.“ Die Eltern müssten stärker in die Pflicht genommen werden, die Kinder lernten ihr Sozialverhalten immerhin im Elternhaus. Allerdings berichteten Schulleiter und Lehrer, dass sich Elternhäuser vermehrt aus dieser Verantwortung verabschiedeten oder entgegengesetzt zur Schule handelten. Brand sprach von einem insgesamt raueren Klima in der Gesellschaft und einem zunehmenden zwischenmenschlichen Egoismus. „Wir brauchen die Bereitschaft, eigene Bedürfnisse nach hinten zu stellen – sonst werden wir irgendwann ein Land aus Egoisten haben.“ Deswegen haben wir für euch heute im Filmbeispiel Jens Fehlau von Flammable Maths, der vom Problemschüler zum Mathelehrer wurde. Wie das? Seht selbst?

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©Goldi

P.S.: Vielen, lieben Dank auch an https://www.youtube.com/@DorFuchs und www.youtube.com/@PapaFlammy69 für das Video.