Wie inklusiv war der ESC 2026 wirklich?

Liebe Inklusoren und Inklusorinnen,

der ESC in Wien 2026 ist gerade vorbei. Wir fragen uns deshalb. Wie inklusiv war die Veranstaltung dieses Jahr wirklich? Inklusion sollte beim Eurovision Song Contest 2026 nicht die Ausnahme, sondern der Standard sein. Ziel war ein Wettbewerb, der für alle Menschen zugänglich und erlebbar ist,  im Fernsehen, in der Wiener Stadthalle und in der ganzen Stadt. Dafür wurden unter anderem Vibrationswesten für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, Begleit- und Abholservices durch geschulte Volunteers sowie ruhige Rückzugsorte zur Reizentlastung angeboten. Auch für das Publikum zuhause sollte der Song Contest möglichst barrierefrei und für alle zugänglich gestaltet werden. Kurzum, der ESC 2026 hat sich aus unserer Sicht stark bemüht, Inklusion über bloße Lippenbekenntnisse hinaus zu verwirklichen, stieß aber besonders in gesellschaftspolitischen Fragen an seine Grenze. Der ESC bleibt das wichtigste europäische Sprachrohr für queere Sichtbarkeit und feiert das „Anders sein“. Während der ESC auf der Ebene von Barrierefreiheit und kultureller Vielfalt Maßstäbe setzt, zeigen die politischen Verwerfungen, dass Politik und Harmonie bei einem derart großen internationalen Wettbewerb schwer vereinbar sind.

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©Goldi

P.S.: Vielen, lieben Dank auch an https://www.youtube.com/@orfon für das Video.

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