Liebe Inklusoren*Innen,
öffentlich bekannter wurde das Syndrom aktuell durch den Sohn des Schauspielers Colin Farrell, der an dieser seltenen Erkrankung leidet. Denn Colin Farrell selbst stellt sich öffentlich die Frage, die schon für Eltern gesunder Kinder schwierig genug ist: Was wird aus meinem Jungen, wenn mir etwas zustoßen sollte? Deshalb sucht der irische Schauspieler für seinen am seltenen Angelman-Syndrom erkrankten Sohn James eine Pflegeeinrichtung. Es solle ein Ort sein, „an dem er ein erfülltes und glückliches Leben führen kann“, sagte Farrell im Interview des Magazins ‚Candis‘.Die Suche nach einer geeigneten Einrichtung sei aber schwierig. Im vergangenen Jahr äußerte sich der Hollywoodstar erstmals über die Krankheit seines 21-jährigen Sohnes. Ihm zu Ehren gründete er auch eine Stiftung, um Menschen mit geistigen Einschränkungen zu helfen. Sein Sohn und Betroffene hätten „das Recht auf ein größeres Maß an Individualität und Autonomie im Leben sowie ein größeres Maß an Gemeinschaft verdient“, sagte er damals ‚People‘. Das Angelman-Syndrom ist laut dem britischen National Health Service eine seltene genetische Erkrankung, die das Nervensystem betrifft, schwere körperliche sowie geistige Beeinträchtigungen verursacht und mit häufigem Lachen einhergeht. Betroffene haben eine nahezu normale Lebenserwartung.James brauche ein größeres Leben als jenes, das er und seine Ex-Partnerin Kim Bordenave ermöglichen könnten, sagte Farrell. Es solle ein Leben in einer Gemeinschaft sein, der er sich verbunden fühlt. Ein Ort, an dem Farrell und Bordenave ihren Sohn besuchen und für Ausflüge abholen könnten. Hintergrund der Entscheidung sei auch die ‚Horror‘-Vorstellung, was mit James wäre, wenn ihm oder seiner Ex-Partnerin etwas zustieße, sagte Farrell. Dann würde der Staat verantwortlich sein. Der Staat als Angst-Eltern-Ersatz, seht Ihr das genauso?
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©Goldi
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