„Emilia Pérez“: Wegen Tweets steht der große Oscar-Favorit am Abgrund!

Liebe Inklusoren*Innen,

der Film ‚Emilia Pérez‘ war der größte Oscar Favorit, dann wurden menschenverachtende Tweets der Hauptdarstellerin Karla Sofia Gascón publik. Jetzt ist der Film der vielleicht meist gehassteste Film der Saison. ‚Emilia Pérez‘ ist ein in Mexiko angesiedelter, von dem französischen Regisseur Jacques Audiard auf Spanisch inszenierter, Musical-Thriller um eine Trans-Frau, die ihr ehemaliges Leben als Kartellboss hinter sich zu lassen versucht, in dem sie sich einer Geschlechtsumwandlung unterzieht. In der Diskussion um ‚Emilia Peréz‘ geht es um Ermächtigung, Bigotterie und um eine Filmindustrie, die sich gern zu Ihrer Inklusivität und Menschlichkeit gratuliert, aber nur, solange das eigene Prestige nicht infrage steht. In Mexiko machte man sich schon länger über die Stereotype und das holprige Spanisch lustig, auch Kritik aus queeren Kreisen gab es: Die LGBTQ-Organisation GLAAD kritisierte den Film als „entschieden rückschrittliches Porträt einer Trans-Frau.“ Viel PR für den Film war auf die Hauptdarstellerin zugeschnitten worden: Karla Sofia Gascón wurde 1972 im Madrider Vorort Alcobendas geboren und lebt inzwischen wieder dort, gemeinsam mit Ihrer Frau Marisa, mit der sie seit 30 Jahren verheiratet ist. Doch dann tauchten plötzlich alte rassistische und homophobe Tweets der Hauptdarstellerin auf. „Hitler habe einfach nur seine Meinung über Juden gehabt“, der Islam sei eine Infektion oder Miley Cyrus würde für „ihre grauenhafte lesbische Perversion“ in die Hölle kommen. Gascón beleidigte nach Berichten von Medien wie ‚El País‘ unter anderem auch Araber und Katalanen, die katholische Kirche und andere Prominente wie Adele und sogar ihre „Emilia Pérez“-Co-Darstellerin Selena Gómez. Gascón bestritt im Prinzip die Echtheit der meisten ihr zugeschrieben Skandal-Tweets nicht. Sie schloss schnell ihren X-Account, entschuldigte sich auch. Den Totalschaden kann sie damit aber wohl nicht mehr verhindern. Gascón sprach von einer ‚Kampagne des Hasses‘, die auf sie als Transfrau und auf ihre Arbeit abziele. Einige Tweets seien zudem von ‚einigen Medien erfunden‘ worden. Auf ihre Oscar-Nominierung wolle sie nicht verzichten, betonte sie. Am 02. März sind die Verleihungen und für uns stellt sich schon die Frage, kann man nicht auch einmal verzeihen? Ist das Ganze eine schwierige Zuspitzung der viel diskutierten Cancel-Culture, die sich in Abstrafung statt Auseinandersetzung flüchtet? Wo ist die Inklusion der Ausgestoßenen fragen wir? Oder was denkt ihr?

Und wie immer: Wenn euch der eine oder andere Film/Blog gefällt, besucht doch meine Blog-Seite www.inklusions-tv.de, abonniert meinen youtube.com/@inklusions-tv oder drückt mir bei TikTok https://www.tiktok.com/@inklusionstv einen Daumen nach oben.

©Goldi

P.S.: Vielen, lieben Dank auch an https://www.youtube.com/@BUNTEtv für das Video.

#trans personen #trans Sportlerinnen #nachrichten #inklusions-tv